Niedersachsen erlaubt ab Montag Öffnung von Fitnesscentern und Freibädern



23 Mai, 2020

Es gelten weiter die Corona-Hygieneregeln. Das Gastgewerbe fordert: Die Tisch-Abstände müssen weg.

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Auszug aus der Wolfenbütteler Zeitung: Niedersachsen lockert die Corona-Regeln von Montag an weiter. Wie die stellvertretende Leiterin des Krisenstabs, Claudia Schröder, ankündigte, profitieren insbesondere Gastronomie und Hotels, Sport, Freizeitangebote sowie Teile des Tourismus. Auch soziale Beratungsstellen können wieder direkt beraten.
Hotels können mit einer Auslastung von bis zu 60Prozent wieder öffnen, für Restaurants entfällt die 50-Prozent-Begrenzung beim Belegen ihrer Plätze. Allerdings gelten die Abstands- und Hygieneregeln weiter. Fitnesscenter und Freibäder dürfen wieder öffnen. Auch touristische Schiffsfahrten sowie Kutschfahrten sind ab dem 25. Mai wieder möglich, auch Freizeit-und Kletter-parks können öffnen. Das Heide Park Resort, Norddeutschlands größter Freizeitpark, beispielsweise öffnet am 25. Mai mit fast 60-tägiger Verspätung seine Tore für die neue Saison. Jeder Gast benötigt zwingend ein datiertes Online-Ticket.
Kontaktloser Sport ist laut Schröder „sowohl draußen als auch drinnen“erlaubt. Die Umkleideräume müssen aber zu bleiben. Bars, Kneipen, Theater und Kinos müssen weiter auf Besucher warten. Auch Hallenbäder will das Land noch nicht öffnen –wegen eines dort erhöhten Risikos, wie Schröder sagte.
Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) erklärte zu den Regelungen:„So haben wir den Gesundheitsschutz im Blick, kurbeln das wirtschaftliche Leben in Niedersachsen weiter an und ermöglichen den Menschen schrittweise eine Rückkehr in einen etwas veränderten Alltag.“ Mit 11.456 gemeldeten Infektionen, 57 mehr als am Vortag, sei das Infektionsgeschehen in Niedersachsen gering, hießes. Dies könne sich mit anderem Wetter im Herbst aberwieder ändern, betonte Schröder. Die Landesregierung betont außerdem, dass Lockerungen bei Bedarf auch zurück genommen werden können. Bis Mitte Juni sollen auch alle Schuljahrgänge wieder in den teilweisen Präsenzunterricht zurückkehren.

„Lockerungen Augenwischerei“
Mark Alexander Krack, Bezirksgeschäftsführer Land Braunschweig-Harz des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), hält die Lockerung für Restaurants für Augenwischerei. Schließlich könnten bei der weiterhin geltenden Abstandsregel zwischen den Tischen nach wie vor nicht alle Plätze genutzt werden. „Das rettet nicht den Umsatz“ –Verbandsmitglieder empfänden das als Taschenspielertrick. Der Dehoga fordere für die nächsten Lockerungsstufen deshalb: „Die Tisch-Abstände müssen weg.“ Daneben müssten allerdings auch die Gäste kommen. Immerhin sei der Vatertag relativ gut gelaufen. Positiver bewerteteKrack die Lockerungen für Hotels, da diese bisher gar keine Touristen aufnehmen durften –eine 60-Prozent-Auslastung sei als Einstieg in Ordnung. Nicht nachvollziehbar sei jedoch, dass mit Geschäftsreisen den zu 100Prozent belegt werden dürfe. Kaum ein Betrieb beherberge ausschließlich Geschäftsreisende, schon bei einem einzigen Touristen falle die erlaubte Quote allerdings auf 60 Prozent. „Das schmerzt und müsste gelöst werden“, findet der Dehoga-Bezirkschef.

Coronatest-Betrug
Die Polizei hat vor einer neuen Betrugsmasche mit angeblichen Tests auf das Coronavirus gewarnt. In den vergangenenTagen hätten die meist älteren Opfer in mehreren Teilen Deutschlands ein seriös anmutendes Schreiben einer angeblichen „Bundesstelle für Seuchen-schutz“ bekommen, sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim in Lingen. Diese Behörde gebe es gar nicht. Die Angeschriebenen würden aufgefordert, sich mit einem Test-Set auf Covid-19 zu testen. Laut Auskunft des Einwohnermeldeamtes gehörten sie zu einer Risikogruppe, heißt es in dem Schreiben weiter. Notfalls müsse der Test zwangsweise durchgeführt werden. Für das angebliche Test-Set würden dann per Nachnahme 97,50 kassiert. „DiePolizei warnt eindringlich davor, Päckchen, die nicht bestellt worden sind, gegen Nachnahme anzunehmen“, so der Sprecher.

Infizierte in Niedersachsen
Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist auf 11.456 gestiegen. Das sind 57 mehr als am Tag zuvor, wie die Landesregierung am Freitag mit Stand 13 Uhr mitteilte. Laut Hochrechnung sind 9859 Menschen wieder genesen, das entspricht rund 86 Prozent der Fälle. 572 Menschen sind nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das heißt, seit Donnerstag sind zwei neue Todesfälle hinzugekommen.

 

Von Michael Ahlers, Christina Lohner und unseren Agenturen



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